Tuesday, October 25, 2011

http://www.invadedspaces.at/, Florian Pfeiffer

Die größte Inspiration beim Schreiben sind für mich immer noch Menschen, viele meiner Szenen, Texte basieren auf wahren Geschichten oder wilden Gerüchten, eine U-Bahnfahrt, ein Stadion- oder Cafébesuch sind anregender als die meisten Filme oder Bücher oder Drogen (Alk & Koffein), wenn es darum geht, Stoff für neue Geschichten zu bekommen, man muss nur hinhören, hinschauen, mitleben. Gleichzeitig sind Menschen auch Wesen, die man als Schriftsteller ganz oft meiden will, es so viele zu sein scheinen, sie sind zu laut, zu dumm, zu gehässig - jedenfalls manchmal! - und dann gibt es keinen besseren Ort der Inspiration als den Wald, den Fluss, den Berg, totale Einsamkeit, und wenn man sieht, wie ein Efeugewächs einen Fels hochklettert, sich an der glatten, überhängenden Wand festhält, dann denkt man sich, die eigene Schaffenskraft ist doch ein Furz gegen die Phantasie, die in der Natur herrscht. Aber die eigene Begrenztheit ist eben auch wieder - menschlich ... und eignet sich für eine weitere Geschichte.

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