Monday, November 8, 2010

Oleg Kashin und der Terror gegen Journalisten in Russland

Wir sprechen viel von Menschenrechtsverletzungen in China, wir gehen gerne auf die Straße, wenn die USA mal wieder Krieg spielen wollen, wir schreien auf, wenn in Palästina Unrecht geschieht - all das mag gut und wichtig sein, aber vor unserer Haustür - in Russland - werden Journalisten, die sich für Menschenrechte, für den Umweltschutz einsetzen, oder die sich einfach nur kritisch den Machthabern im Kreml gegenüberstellen, erschossen, totgeprügelt oder so verprügelt, dass sie im Koma landen und nie mehr ein normales Leben führen werden. Oleg Kashin war das letzte in einer unendlichen Reihe von Opfern, die beweisen, dass Russland keine Demokratie ist, da ein kritischer Journalismus dort unmöglich ist. Traurig, dass ein ehemaliger deutscher Kanzler der Sozialdemokratischen Partei Herrn Putin einen "lumenreinen Demokraten" nannte, aber was will man schon von einem Sozialdemokraten erwarten, der zur Beerdigung eines US-Präsidenten fliegt, der in Mittelamerika Terrorbanden finanziell unterstütze, die über Monate Zivilisten massakrierte (wofür die USA von der UNO bei einer Gegenstimme offiziell zu Entschädigungszahlungen verurteilt wurde). Es stinkt in Russland, es stinkt gewaltig, es wird gemordet und geprügelt wie in besten Sowjetzeiten. Da bleibt einem fast noch das wahnwitzige Fünkchen Hoffnung, das Medvedev heißt, obwohl man auch bei ihm nicht weiß, wie tief er mit drin steckt im Sumpf der Gewalt. Europa sollte gut daran tun, in Russland genauer hinzuschauen. Wie wäre es mal mit einer Demo für die Journalisten, die dort bereits dem Terror zum Opfer gefallen sind? Wie wäre es, wenn Herr Putin in Deutschland einmal den Empfang bekommen würde, der ihm gebührt? Auch der lumpenreine Demokrat hat Blut an seinen Händen.

http://www.bbc.co.uk/news/world-europe-11704036


http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/0,1518,728035,00.html

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