Wednesday, June 9, 2010

We always need to hear both sides of the story!

In den Tagen nach der Militäraktion Israels hatte man das Gefühl, unsere Journalisten wären eine Truppe von Fußballfans, die wütend rumstampfte und pausenlos und wie von Sinnen in ihre Vuvuzelas blies. Es gab kaum differenzierte Stimmen, kaum Recherchen, es war klar, wer gut und wer böse war, ein einziges Gedröhne, weinerlich und aggressiv, im Gegensatz zu den Kommentaren der Leser und Zuseher zwar meist frei von Antisemitismus, aber ganz gewiss weit entfernt von jeder Objektivität. Gestern endlich in "Kulturzeit" (3SAT, täglich um 19:20) eine kritische Beleuchtung der Passagiere des "Friedensschiffes"!

http://www.3sat.de/page/?source=%2Fkulturzeit%2Fthemen%2F145159%2Findex.html

An Bord waren also nicht nur friedliebende Personen, denen die Menschen in Gaza am Herzen lagen. An Bord befanden sich auch Islamisten und Rassisten, auch wenn das die Politiker der LINKEN, die auf dem Schiff waren, nicht einsehen wollen und schon mal das Weite suchen, wenn die Fragen zu kritisch werden. Das bedeutet trotzdem nicht, dass man das Schiff stürmen und Menschen töten soll. Das bedeutet aber, dass es die verdammte Pflicht der Journalisten ist, darüber zu berichten. Über das und auch über Henning Mankells zweifelhafte Interviews, die er in den letzten Jahren geführt hat. Ich habe oft und leidenschaftlich Pauschalurteile über Moslems verurteilt, ich finde es furchtbar, wie die Verfolgung von Christen in vielen Ländern von uns einfach hingenommen werden, genauso fordere ich jetzt eine differenzierte Berichterstattung über Israel. Ob Moslems, Christen, Juden, scheißegal! Schmeißt die Vuvuzelas fort, Ihr Journalisten, und macht Euren verdammten Job!

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