Sunday, November 8, 2009

Zivilcourage - ja bitte?

Meine Meinung zur Zivilcourage wurde wieder mal bestätigt – wehrt sich einer gegen mehrere Angreifer und einer der Angreifer hat mehr als ein blaues Auge, dann wird er gnadenlos eingesperrt. Wochenlang haben die Medien Zivilcourage gepredigt, aber wenn ein Aggressor dann mal heulend am Boden liegt, läuft er zur Polizei und der Staat kennt keine Gnade. Zivilcourage ja!, wer kann dagegen sein? Aber wenn es hart auf hart kommt, lasst euch zusammenstiefeln, sterbt den Heldentot, sonst steht ihr vor dem Richter als Täter und kaum ein Boulevardblatt berichtet darüber. Ich halte nichts von Selbstjustiz und Aufrüstung, aber die Gerichtsurteile der letzten Woche werden nicht dazu führen, dass die Menschen mutiger werden.

Und wie war das bei diesem Fußballspiel im Osten, bei dem Neonazi-Hools mit Eisenstangen auf gegnerische Spieler und Fans einprügelten, ehe nach langen, langen Minuten ein paar Uniformierte auftauchten und hilflos umherirrten? Wo nimmt der Staat seine Verantwortung wahr? Wo nehmen die Profivereine die Verantwortung wahr? Zahlen ihren Spielern, Trainern, Vorständen Monstergehältern, haben kein Geld für Ordnerdienst, und der Steuerzahler muss die Polizeieinsätze bezahlen. http://www.spiegel.de/sport/fussball/0,1518,663466,00.html

Ja, ich kann Menschen verstehen, denen Zivilcourage zu gefährlich ist. Journalisten und Politiker an die Front, zeigt, was ihr drauf habt! Ich besuch euch im Krankenhaus und im Knast für euren Mut.

(Nichtsdestotrotz sind Initiativen wie die folgende ohne Zweifel gut und wichtig und unterstützenswert: http://www.muenchner-courage.de)

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