Saturday, August 15, 2009

It's a long way home

Habe gestern eine Riesenschachtel mit Briefen geöffnet und durchwühlt. Die wertvollsten sind die Liebesbriefe, ich bewahre sie auf wie einen Schatz (in Griffweite, falls ein Feuer ausbricht), nicht alle, eigentlich nur wenige, aber die, die mir noch was bedeuten, sind mir heilig. Und wenn ich diese nach Ewigkeiten wieder einmal lese, habe ich das Gefühl, viele Jahrhunderte alt zu sein, habe ich das Gefühl, dass ich nicht ein Leben, sondern viele Leben gelebt habe. Manche dieser Leben vermisse ich, andere wünsche ich mir weit, weit weg. Ich kann nicht sagen „Ich bereue nichts“, denn ich bereue so vieles, aber ich habe längst akzeptiert, dass sich nichts rückgängig machen lässt. Und natürlich haben die Heldinnen in meinen Geschichten Ähnlichkeiten mit meinen persönlichen Heldinnen, aber man sollte nicht glauben, von der Nationalität, Haarfarbe, Hautfarbe der fiktiven Figuren auf die wahren Personen schließen zu können. So einfach mache ich es den Leuten nicht.

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