Saturday, August 29, 2009

MACHT KAPUTT, WAS EUCH KAPUTT MACHT!

Warum die Kernkraft keine Zukunft in Deutschland haben darf:
  1. Es gibt kein einziges Endlager in Deutschland, und der Pfusch in Gorleben und Asse deutet daraufhin, dass es nie ein Endlager in Deutschland geben wird. Wenn es nicht einmal ein Staat wie Deutschland schafft, ein sicheres Endlager zu schaffen, dann muss einem vor Angst frösteln, wenn man an andere Staaten denkt. (Früher oder später, ich wage einen hohen Betrag darauf zu wetten, wird Atommüll in der 3. Welt ausgegraben. Schon jetzt gibt es Gerüchte über heimliche Atommülltransporte in 3. Welt-Staaten.)

http://www.sueddeutsche.de/,tt2m1/politik/518/486929/text/
  1. Kernkraft ist eine Risikotechnologie, egal, was die Atomlobby sagt und ihre treuen Speichellecker in der Politik an den Rednerpulten labern – ein Beinahe-Gau in Schweden, die Schlampereien des Betreibers Vattenfall in Hamburg, die Probleme in französischen Akws mit austretendem radioaktivem Wasser sind Belege, dass nicht nur Schrottreaktoren in Osteuropa in die Luft fliegen könnten.

  1. Kernkraftwerke bergen Chancen für Terroristen und/oder zweifelhafte Staaten: Deutsche Kernkraftwerke sind nicht vor Terroranschlagen in der Art vom 09-11 geschützt! Das haben Studien der Bundesregierung nach 09-11 ergeben. Auch der CIA hat schon vor geraumer Zeit davor gewarnt, dass man nicht weltweit auf Atomkraft setzen solle, da es so gewissen Staaten leicht werden würde, Atombomben zu bauen. Es ist geradezu lächerlich, wie energisch Innenminister Schäuble den Anti-Terrorkampf führt bzw. wenn man bedenkt, wie er ihn führen würde, wenn er nur könnte, während er diese Gefahr einfach ausblendet und sich für die Kernkraft ausspricht.

  1. Der Abfall aus Kernkraftwerken strahlt über Jahrhunderte. Was wissen wir heute über politische Verhältnisse in 200 Jahren? Was wissen wir über die geologischen Verhältnisse der Endlager? Schon nach 20, 30 Jahren muss man nun die Meinung über die Sicherheit in Gorleben und Asse revidieren.

  1. Die WHO verheimlicht bis heute die wahren Auswirkungen Tschernobyls. Die WHO kann nämlich keine Studien veröffentlichen, die nicht von der Internationalen Atomenergie-Behörde abgesegnet wurden. Zum Teil überlässt sie die Studien sogar dieser Atom-Lobby. Ich soll eine Hochrisikotechnologie sicher in Hände von Leuten wissen, die mit Lügen und Manipulationen die Opfer von Tschernobyl verhöhnen, die Schäden leugnen?

  1. Französische Kernkraftbetreiber ließen mit kriminellen Methoden Atomkraftgegner ausspionieren. In Frankreich agieren die Atombetreiber längst losgelöst von jeglichen demokratischen Entscheidungsprozessen. Sie steht gar nicht mehr zur Diskussion, sie wird einfach als gottgegebene Tatsache hingenommen.

  1. Kernkraftwerke können günstig Strom produzieren? Günstig? Wird hier auch bedacht, mit wieviel Geld der Staat diese Energieform unterstützt? Wird bedacht, was die Endlagerung des Atommülls kostet?

8. Bei der Gewinnung von Uran werden auf eklatanteste Weise Menschenrechte verletzt. Ohne Rücksicht auf die ansässige Bevölkerung wird der Stoff abgebaut. Was kümmern Energiegiganten vergiftete indigene Völker in Neu-Mexiko, was kümmern Energiekonzerne die Aborigines in Australien oder irgendwelche Menschen in Afrika? Hauptsache, der Stoff wird
geliefert, natürlich so günstig wie möglich.

Es gibt nicht vieles, von dem ich absolut überzeugt bin, aber ich glaube, und ich glaube es mit jeder verdammten Zelle meines Körpers, dass die Energiegewinnung durch Kernkraft einer der größten Irrtümer der menschlichen Zivilisation ist. Und dass man alles tun muss, alles was ein einzelner Bürger tun kann, um sie zu stoppen, so schnell wie möglich. Dass jetzt eine Partei einen mühsam erarbeiten Kompromiss über Bord schmeißen, einen gültigen Vertrag wieder brechen will, verwundert mich nicht.

Die Opfer eines Anschlags, die Opfer eines Unfalls (ob durch technisches Gebrechen oder menschliches Versagen), werden immer wir alle sein, die Spitzenpolitiker und Kernkraftbetreiber aber werden garantiert in ihren Privatjets und Hubschraubern sitzen und ausgeflogen werden.

Die Kernkraft ist ein gigantisches Geschäft. Viele Firmen (Siemens!), viele Menschen verdienen sich dumm und dämlich damit, sie werden alle legalen und vielleicht auch llegalen Mittel nutzen, um den Atomausstieg rückgängig zu machen.

Demonstrationen sind eine große Chance für die Kernkraftgegner. Demonstrationen kosten Geld, und wenn die kommende Regierung den Atomausstieg rückgängig machen will, dann müssen die Gegner auf den Straßen sein, sie müssen diese Entschlossenheit und Leidenschaft zeigen, wie ich sie als Jugendlicher in den 80ern so bewundert habe. Damit wurde sogar die übermächtige bayerische Regierung in die Knie gezwungen – die Wiederaufbereitungsanlage in Wackersdorf wurde mit Blut und Schweiß verhindert. Die Zeiten, da die Politiker Polizisten mit Knüppeln Demonstranten blutig schlagen lassen konnten, sind in Deutschland vorbei. Und auch wenn zwei Parteien Tag für Tag den Atom-Wiedereinstieg predigen, sollte man parteipolitisches Geplänkel vergessen, denn ich kenne überzeugte Kernkraftgegner, die ihr ganzes Leben nie etwas anderes als die CDU gewählt haben. Hier geht es um etwas so Wichtiges und Fundamentales, dass die Kernkraftgegner, egal welcher Partei, geschlossen auftreten müssen.


Am 5. September findet die große Anti-Atomkraft-Demo in Berlin statt. Es ist höchste Zeit, ein Zeichen an die künftige Regierung Deutschlands zu setzen. Wir sind da. Wir sind laut. Wir sind stark.


PS:


Eine weitere Reportage über den Atom-Wahnsinn in Deutschland:

http://daserste.ndr.de/panorama/media/panorama308.html

http://www.youtube.com/watch?v=OxHBvnRttcc&feature=related





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