Friday, April 17, 2009

4 Jahre "Weine nicht"

Vor vier Jahren ist "Weine nicht" erschienen, ich konnte nicht ahnen, was das Buch auslösen würde, so viel Begeisterung und genauso viel Ablehnung, ich konnte nicht ahnen, dass es mein Leben so sehr verändern würde, vier Jahre, in denen das Buch Einzug in das Deutsche Theater in Berlin und in ein Fußballstadion in Augsburg hielt, in denen das Buch hochgelobt und verdammt wurde, vier Jahre, in denen ich viel gelernt habe über diese Gesellschaft, den Literaturbetrieb und mich selbst. Da waren Schreibtischantifaschisten, die mutig das Buch zerrissen, ehe sie auch nur eine einzige Seite gelesen hatten, da waren Faschisten, die mir erklären wollten, was ein wahrer Skinhead sei. Ich hätte nie gedacht, dass "Weine nicht" so viele Emotionen auslösen würde, so viel Zuspruch und Protest, ich hätte nie gedacht, den Titel auf einem Transparent in einem Stadion zu lesen, schon gar nicht, dass Robert Borgmann vom Deutschen Theater die Geschichte in Berlin mit so großartigen Schauspielern wie Marek Harloff und Alwara Höfels auf die Bühne bringen würde. Der Widerstand von Leuten im Kulturbetrieb, die keine Scheu hatten, in Österreich mit Politikern an einem Tisch zu sitzen, die irrwitzige "Sonderanstalten" erfanden, in denen zum Teil unbescholtene Menschen eingesperrt wurden, aber Lesungen mit mir kurzfristig absagten, war immer auch ein Ansporn, sich niemals in die Armee der Angepassten einzuordnen, sondern auf dieser Schiene weiterzufahren. Und so soll "Man Down" das weiterführen, was mit "Weine nicht" begonnen wurde. Gegen den Strom zu schwimmen kostet viel, viel Kraft, und diese Kraft hätte ich nicht, wenn da nicht immer Leute wären, die an mich glauben und mich unterstützen, von Lecce bis Hamburg, von Wien bis Managua, danke Euch allen, Ihr lebt in meinen Geschichten und seid in meinem Herzen.

No comments:

Post a Comment