Thursday, March 5, 2009

I don't want no peace ...

"Everyone is crying out for peace yes
None is crying out for justice
Everyone is crying out for peace yes
None is crying out for justice"
(Peter Tosh)


Es gibt Leute, die erwarten von mir, ich würde meine Geschichte über diesen kaputten Typen Rico Steinmann zum Anlass nehmen, Gewaltlosigkeit zu predigen. Sie erwarten von mir, dass ich den Menschen, die von den Mächtigen belogen und betrogen werden, sagen soll, sie sollen Ruhe bewahren, nach Hause gehen, Deutschland-sucht-den-Superstar schauen und bei der nächsten Wahl Guido Westerwelle wählen. Ich kenne Menschen, die verdienen exakt 5,62 Euro in der Stunde, ich werde ihnen nicht sagen, dass Geld nicht alles ist und Geld nicht glücklich macht, während Bankmanager, die Milliardenverluste verursacht haben, unfassbare Abfindungen kassieren (die natürlich auch noch der Steuerzahler blechen muss) und in ihren Villen am Meer leben. Ich weigere mich den Menschen, die den Atomkraftwahnsinn satt haben, zu sagen, sie sollen nicht auf die Straße, wenn eine künftige Regierung sich der Lobby beugt und den Ausstieg rückgängig macht, ich werde nicht zu Gewaltlosigkeit aufrufen, solange es keine Gerechtigkeit gibt, solange die Wut berechtigt ist. Diese Wut, die zu spüren ist, wenn man sie nur spüren will, elektrisiert mich, ich weiß, wir stehen am Vorabend von Unruhen, sie mögen vielleicht nicht schon morgen ausbrechen, vielleicht auch nicht übermorgen, aber ich bin mir sicher, dass sie kommen werden (Griechenland war der Vorbote, wahrscheinlich werden Russland und England folgen). Und ich bin lieber der Poet der street-fighting-men, als dass ich mich vor den Karren der grauen Mächte spannen lasse.


"Everyone is talking about crime
Tell me who are the criminals
I said everybody's talking about crime, crime
Tell me who, who are the criminals
I really don't see them."


(Peter Tosh, Equal Rights)

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