Tuesday, September 16, 2008

Geschichtsunterricht

Wenn man ein Buch wie "Weine nicht" schreibt, erhält man so allerhand elektronische Post. Viel Nettes, viele Fragen, aber auch Schimpf und Tadel. In dem folgenden Ausschnitt versucht ein Herr aus Nürnberg, mir Geschichtsunterricht zu erteilen:

Für mich ist es unbestreitbar, dass die nationalsozialistische Revolution von 1933 eine der vorbildlichsten, friedlichsten und heilsbringenden Umwälzungen war, die die Geschichte bis dahin kannte. Du magst jetzt stocken, wenn du friedlich liest. Aber sie war es, wie es Hitler auch selbst wünschte. Die rd. 200 Toten, die sie forderte, stehen die Bürgerkriegstote in der Weimarer Republik, deren Zahl in die Hunderttausende geht, gegenüber. Gegen unrechtmäßige Tötungen hat sogar die Polizei ermittelt(!). Dazu darf man die Lage nicht außer Acht lassen: die Kommunisten hatten im Falle eines Sieges der NSozialisten einen Aufstand angekündigt, der auch prompt in den Februar Tagen (Reichstagsbrand) entlud. Es eindeutig bewiesen, dass der Brand nicht von den NSozialisten gelegt wurde (Selbst der "Spiegel" hat die Mär vom selbstgelegten Brand revidieren müssen). Angesichts der roten Bedrohung, der Unfähigkeit des Systems, des fehlenden Rückhaltes, ja des Widerstandes der Parlamentarier (und Hindenburgs) und des schier unlösbaren wirtschaftlichen Notstandes war die Revolution von 33' eine Erfolgsgeschichte!

Die Geschwindigkeit, Effektivität und Nachhaltigkeit verblüfft mich immer wieder aufs neue. Obwohl nie vorher in so einer Position im Staate, hatte die NSDAP und ihre führenden Persönlichkeiten einen fortschrittlichen, sozialistischen Volksstaat geschaffen. Diesen Volksstaat, sehe ich als Vorbild. Er war gewiss nicht fehlerfrei, aber in seiner Gesamtbilanz hervorragend, von dem man heute vieles lernen könnte, wenn die Politik unserer Zeit es denn wöllte.


Ich wöllte künftig lieber nicht solchen Unsinn lesen müssen, Herr W.R., weil sonst stocke ich und das ganz und gar nicht friedlich.

(Die besten E-Mails sind übrigens als Anhang in der Neuauflage geplant.)

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