Wednesday, June 4, 2008

Euro 2008

Ich weiß, dass mich das Heimweh überkommen wird, wenn bei der EURO die Spiele aus dem Innsbrucker Tivolistadion übertragen werden. Es ist zwar ein neues Stadion und nicht mehr die alte Kultstätte, die mittlerweile abgerissen wurde und in der ich so viele Jahre auf der Nordtribüne gestanden habe. Trotzdem. Alleine, wenn die Nordkette zu sehen sein wird, wird Wehmut aufkommen.

Über die Fußballbegeisterung der Österreicher schreibe ich besser nichts, Innsbruck jedenfalls ist – trotz einiger Schönheitsfehler – eine der schönsten Städte, die es gibt. Und es bleibt zu hoffen, dass sich das wiederholen lässt, was man 2006 in München über Wochen erleben konnte: Sommerwetter und eine Stimmung, über die Worte zu verlieren zwecklos erscheint, weil sie nicht beschreiben können, was da geschehen ist. Es war eine einzige tolle Party, ganz ohne die negativen Nebenerscheinungen, die Partys so mit sich bringen. Eine Party ohne Kater danach, ohne Gewalt, ohne lästige Besucher - überhaupt hatte man das Gefühl, die ganze Welt wäre zu Besuch gekommen, um nichts anderes zu tun, als zu feiern. Manchmal bewegte man sich in der Stadt und war total verwirrt. Die Häuser, die Straßen, alles sah aus wie immer. Aber plötzlich war man inmitten von 100 Brasilianerinnen und wähnte sich in Brasilien, dann inmitten von feiernden Menschen aus Tunesien oder Saudi-Arabien, aus Portugal usw. Es war wie eine Reise durch verschiedene Länder, alles ein wenig unwirklich, ein wenig zu schön, um wahr zu sein. Wunder gibt es immer wieder, aber sie lassen sich selten wiederholen. Trotzdem wünsche ich Österreich und der Schweiz ein schönes Turnier.

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