Wednesday, May 7, 2008

Land der Tütchen

Wenn man in München in den Müllermärkten am Bahnhof oder in der Nähe vom Isartor etwas in den Drogerieabteilungen kauft, dann sitzt da garantiert eine Verkäuferin an der Kasse, die, nachdem sie das Zeug über den Scanner geschoben hat, sagt: „Tütchen?“

Gestern, Kasse in der Filiale am Bahnhof: vor mir fünf, sechs Kunden. Die kauften nicht mehr als eine Kaugummipackung oder eine Zahnpasta. Aber die Verkäuferin schaffte es, jedem ein verdammtes „Tütchen“ aufzuschwatzen, so einen kleinen Plastiksack, der in einer halben Stunde im Restmüll landen und im Jahre 4323 verrottet sein würde. Als ich in der Reihe war, sagte sie: „Tütchen?“ Und ich sagte: „Nein, KEIN Tütchen.“ Sie: „Ich würde sagen: Wenn schon, denn schon. Hier, ein Tütchen. Hi hi hi.“ Und da legte sie doch tatsächlich ein Plastiksack auf die Packung Nüsse.

„Ich will kein Tütchen.“

„Ist gratis, verstehen Sie?“

„Ich will kein Tütchen.

„Kostet keinen Cent. Nehmen Sie das Tütchen.“

"OH MANN, KAPIERST DU DENN NICHT?! ICH WILL KEIN TÜTCHEN, ICH HASSE TÜTCHEN, ICH BRAUCH KEIN VERDAMMTES TÜTCHEN!"

"Werden Sie doch nicht gleich so unverschämt."

"..."

"Wollte Ihnen doch nur ein Tütchen geben. Zum Einpacken."

Oh Mann!


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