Thursday, November 8, 2007

Eat the rich

Das Fazit gestern im "Heute-Journal" des ZDF: Die Reichen werden immer reicher, während z.B. 50 Prozent der Menschen in Deutschland kein Vermögen haben (d.h. der Lohn, wenn es denn einen gibt, reicht zum Überleben für den Monat, zum Sparen bleibt da nichts). Die Reichen reicher, die Armen ärmer, klingt nach Klischee, aber die Zahlen bestätigen: Wir sind nicht auf dem Weg zu US-amerikanischen Verhältnissen, wir sind zum Teil schon dort angekommen. Wer mit offenen Augen durch seine Stadt geht, weiß das schon längst (Männer zwischen 25 und 40, die den ganzen Tag vor dem Hauseingang lungern und das wochentags, das gab es früher hier nicht). Was mich daran fasziniert: Erstens, warum wehrt sich keiner? Zweitens: Werden die Politiker, die z.T. doch nur Handlanger der Superreichen sind, aufwachen, wenn PDS und NPD zusammen mehr Stimmen haben als ihre Partei? Dass die Reichen böse und die Armen gut sind, mein Gott, das ist natürlich Quatsch, aber dass die Reichen eine große Verantwortung haben, das sollten sie nicht vergessen. Sonst werden sie sich auch eines Tages hinter meterhohen Zäunen in ihre von Kleinarmeen bewachten Villen zurückziehen müssen. Und das ist dann doch auch kein schönes Leben.

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