Monday, July 23, 2007

10 Mythen über "No llores - Weine nicht" (gefunden in Rezensionen, in Leseforen, auf MySpace usw.)

1. Der Roman ist autobiographisch.

Er ist wahrscheinlich genauso viel oder genauso wenig autobiographisch wie jeder andere Roman.

2. Der Roman spielt in Berlin.

Falsch. Ich habe die Stadt bewusst nicht genannt, da der Roman in fast jeder deutschen Stadt spielen könnte. Im Kopf hatte ich natürlich eine bestimmte Stadt, eine bestimmte Straße, ein bestimmtes Stadion, einen bestimmten Verein usw. Berlin war aber nie gemeint, dafür kenne ich Berlin leider auch viel zu wenig.

3. Die Erzfeinde von Ricos Truppe, die "Violetten", sind Fans von Tennis Borussia Berlin.

Falsch. Ich habe an einen anderen Verein gedacht, der violett als Vereinsfarbe hat ... ein Verein, der mittlerweile in der 7. oder 8. Klasse spielt, aber damals unser Lieblingsgegner war. :-)


4. Der Roman spielt eigentlich in den 90ern.

Nein mit Einschränkung. Angefangen, an "No llores" zu schreiben, habe ich schon im Februar 1998. Bis dann ein druckreifes Skript auf dem Tisch lag, dauerte es ein paar Jahre. Einige von den alten Szenen blieben im Skript. In dem Sinn spielt er doch noch ein bisschen in den 90ern.

5. In "Worte der Woche" im SWR hat der Katholische Sendebeauftragte fünfmal in der Radiosendung aus dem Buch zitiert.

Richtig. Und ich habe mich gefreut und den Mut bewundert. :-)

6. Der Autor hat bei Clemens Meyers "Als wir träumten" abgekupfert.

Völliger Blödsinn. Erstens finde ich kaum Parallelen zwischen unseren Büchern, zweitens war mein Buch definitiv zuerst da. :-)

7. Der Roman wird sogar in den USA diskutiert.

Richtig. Und wenn's nicht stimmen würde, würde ich es erfinden. Welcher Roman wird schon in einem Land diskutiert, in dessen Sprache es noch gar nicht übersetzt worden ist? :-) U.a. siehe:
http://www.nemla.org/convention/Saturday.html

8. Konservative Medien ignorieren das Buch.

Ja und nein. Immerhin wurde "No llores" im "ZDF-Ratgeber" empfohlen, im "ORF" oder auch in der "Frankfurter Neuen Presse" besprochen, andererseits gab und gibt es tatsächlich immer noch Zeitungen, die sich weigern, das Buch zu rezensieren. Ich habe selten konservativere und engstirnigere Leute als im Literaturbetrieb getroffen. Ganz oft sind das Leute, die sich sonst ach so wild und tolerant geben. Leute, die Hosiannah! jauchzen würden, wäre Rico ein Drogendealer mit Migrantenhintergrund. Aber mit einem Skinhead als Protagonisten, da haben sie Probleme.

9. Der Roman wird eine Fortsetzung erfahren.

Falsch. Rico ist in Mexiko. Dort soll er auch bleiben.

10. Der Titel des Romans war schon als Spruchband in einem Stadion zu sehen.

Richtig. Und auch hier im Blog zu finden.

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