Thursday, May 10, 2007

Die Stadt der toten Mädchen

Fast jede Woche bekommt man mindestens einmal von den heimischen Medien unappetitliche Berichte über Zwangsprostitution und Mädchenhändlerbanden serviert. Im Vergleich zur Wirklichkeit ist mein Roman "Bataillon d'Amour" manchmal geradezu ein angenehmer Unterhaltungsroman:

In einer russischen Stadt wurden 15 Mädchen zwischen 13 und 17 Jahren entführt, zur Prostitution gezwungen und getötet.


Nischnij Tagil und Ciudad Juárez sind nur die extremsten Auswüchse. Die Mädchenhändlerbanden agieren auch bei uns. Lange Gefängnisstrafen haben sie kaum zu erwarten. Und die politisch Verantwortlichen zeigen wenig Interesse, gegen diese Verbrecher vorzugehen. (Warum eigentlich? Gerade hier müsste doch parteiübergreifender Konsens möglich sein!) Ach ja, Frauensolidarität, das fordern sie oft, die Power-Frauen im Parlament, aber da, wo sie am nötigsten gebraucht werden würde, scheint sie nicht existent zu sein.

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