Wednesday, March 21, 2007

Good cops, bad cops

Nicht nur im schönen Wien scheinen Kriminalbeamte sich gerne im Rotlichtmilieu zu bewegen. So muss ich mir wenigstens nicht den Vorwurf gefallen lassen, ich hätte in "Bataillon" mal wieder übertrieben:
"Ein Fall für K134 war Wolfgang R., der Stammgast des Etablissements "Maximilia". Fünf Jahre lang ging der Polizist in der Ottobrunner Bar ein und aus, immer tiefer verstrickte er sich, und er war dabei nicht der einzige Beamte. Zu Sondertarifen mussten ihm die Mädchen zu Diensten sein, im Gegenzug deckten R. und drei seiner Kollegen die Straftaten in der Table-Dance-Bar. Die jungen Tschechinnen, die dort anschaffen mussten, waren unter falschem Vorwand nach Deutschland gelockt und zur Prostitution gezwungen worden. Von den vier Gesetzeshütern aber hatten sie keine Hilfe zu erwarten. Im Gegenteil. Bei einem Koks-Deal flog er schließlich auf - und mit ihm seine korrupten Kollegen. Erst ein eher zufälliger Tipp, den eine Frau aus R.s Bekanntenkreis der Polizei gegeben hatte, ließ den Polizisten zur Vernehmung im Kommissariat 134 landen."
(zitiert aus: Süddeutsche Zeitung, 17./18. März 2007, S. 53)

Aber natürlich darf man auch hier nicht von einzelnen (oder mehreren) pechschwarzen Schafen auf die ganze Herde schließen. Gerade die Polizei fordert immer wieder bessere Gesetze im Kampf gegen den Menschenhandel: http://www.gdp.de/gdp/gdpcms.nsf/id/3109E4278F5DF5B0C1257222003741E5

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